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Strandbad Thun

Die fast schon traditionnelle Mai-Bouillabaisse des SCWe

Die fast schon traditionnelle Mai-Bouillabaisse des SCWe

«Je suis en train de peindre avec l‘entrain d‘un Marseillais mangeant la bouillabaisse, ce qui ne t‘étonnera pas lorsqu‘il s‘agit de peindre de grands tournesols.»
Vincent Van Gogh

Autor: Marc-Antoine Grepper

Entstanden ist die Idee vor einigen Jahren in Südfrankreich, passend bei einem erfrischenden Glas Rosé unter Platanen im Hafen von Hyères. Grossmutter’s altes Rezeptbuch diente als Basis für diese klare und mit saisonalem Gemüse zubereitete Fischsuppe und ihrer «Rouille». Treu dem geflügelten Wort, dass eine «Bouillabaisse» nichts anderes sei, als Fisch, der geschickt mit Sonne vermischt wird, bringt ein von Jahr zu Jahr wechselndes Team unter Anleitung von Marc-Antoine immer wieder eine leicht angepasste Variante auf den Tisch.

Nur bei der «Rouille», der eigentlichen Seele des Gerichtes, darf sich die Küchencrew keine Experimente erlauben. Diese soll und muss gemäss den Rückmeldungen einiger langjähriger Geniesser, immer und sehr genau derselben Geschmacksrichtung wie beim ersten Mal entsprechen. Knoblauch hilft auf dem Heimweg dann schliesslich, gewisse Gestalten aus der Schattenwelt fernzuhalten.

Auch bei diesem Gericht steht und fällt alles mit der Logistik, in diesem Fall mit der Bestellung und dem Einkauf der Zutaten. Sehr oft stehen Martin und Marc-Antoine dabei ohne eine detaillierte Einkaufsliste im Lebensmittelgeschäft und füllen den Wagen. Erfahrung ist schliesslich die halbe Miete, mindestens reden sie sich das von Jahr zu Jahr ein. Für vergessen gegangenes hat sich über die Jahre schliesslich Christof’s schnelle «Task Force» als valable Lösung empfohlen, um die Küchencrew vor Schlimmerem zu bewahren.

Nach den logistischen Aspekten steht dann jeweils der Weg als eigentliches Ziel im Mittelpunkt, gut Ding will schliesslich Weile haben und gemeinsam Kochen bietet durchaus auch die Möglichkeit zum Austausch allerlei Seemannsgarn und anderen Geschichten. Daneben wird aber auch über Kantenlängen von Karottenwürfeln, rechten Winkeln beim Fenchel, die Art und Weise wie die Paprika geschnitten wird und allerlei weitere Küchendetails diskutiert und gefeilscht, wobei natürlich wie immer auch der obligate Schluck Sonne aus dem Süden Frankreichs nie fehlt.

So schaffen Teamwork (Andrea, Christof, Marc-Antoine, Martin, René, Ueli und andere) und eine richtige Menge an Spass in der Crew von Jahr zu Jahr ein Gericht, für einen jeweils unvergesslichen Höck des SCWe, den man so offenbar nicht mehr vermissen möchte, wird doch am Ende jeweils schon für das nächste Jahr reserviert.

PS: Das Rezept darf gerne bei einer spontanen Mitarbeit am kommenden Höck abgeschaut oder aber schriftlich beim «Küsche» angefordert werden.